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ADHS-Test für Erwachsene: kostenloser Selbsttest

Viele Erwachsene mit AD(H)S erhalten ihre Diagnose erst spät – im Schnitt Jahre, nachdem die Schwierigkeiten begonnen haben. Nicht, weil die Merkmale unsichtbar wären, sondern weil sie über Jahre als Stress, Charakterzug oder mangelnde Disziplin gedeutet werden. Dieser Selbsttest hilft Ihnen bei der Einordnung: Er beruht auf der Adult ADHD Self-Report Scale (ASRS) der Weltgesundheitsorganisation, die von Forschenden der Harvard Medical School und der New York University entwickelt wurde.

Anders als die meisten Online-Tests bildet dieser Test nicht nur den Kurzscreener ab, sondern alle 18 Fragen der ASRS v1.1, die Zusatzfragen der neueren, auf DSM-5 geeichten ASRS-5 sowie die beiden Kriterien, an denen sich eine ADHS-Diagnose tatsächlich entscheidet: Beginn der Symptome in der Kindheit und Beeinträchtigung im heutigen Alltag. Die Auswertung läuft vollständig in Ihrem Browser – es werden keine Antworten übertragen oder gespeichert.

Kostenlos · ohne Anmeldung · ca. 4 Minuten

ADHS-Selbsttest für Erwachsene

Basierend auf der Selbstbeurteilungsskala der Weltgesundheitsorganisation (ASRS) – mit den 18 Fragen der ASRS v1.1, den Zusatzfragen der auf DSM-5 geeichten ASRS-5 sowie vier Fragen zu den Kriterien, die die meisten Online-Tests weglassen: Beginn in der Kindheit und Beeinträchtigung im Alltag.

  • 24 Fragenin drei Abschnitten
  • 0 Datenalles bleibt im Browser
  • 3 AuswertungenScreening, Profil, Kriterien

Dieser Test ersetzt keine Diagnose. Er zeigt Ihnen, ob eine fachliche Abklärung sinnvoll wäre.

Wissenschaftliche Quellen

  1. Kessler RC, Adler L, Ames M, et al. The World Health Organization Adult ADHD Self-Report Scale (ASRS): a short screening scale for use in the general population. Psychological Medicine. 2005;35(2):245–256. doi:10.1017/S0033291704002892
  2. Ustun B, Adler LA, Rudin C, et al. The World Health Organization Adult Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder Self-Report Screening Scale for DSM-5. JAMA Psychiatry. 2017;74(5):520–527. doi:10.1001/jamapsychiatry.2017.0298
  3. Ballmann C, Kölle MA, Bekavac-Günther I, et al. Evaluation of the German Version of the Adult ADHD Self-Report Screening Scale for DSM-5 as a Screening Tool in Primary Care. Frontiers in Psychology. 2022;13:858147. doi:10.3389/fpsyg.2022.858147
  4. Mörstedt B, Corbisiero S, Stieglitz RD. Normierung der Adult ADHD Self-Report-Scale-V1.1 und der ADHS-Selbstbeurteilungsskala an einer repräsentativen deutschsprachigen Stichprobe. Diagnostica. 2016. doi:10.1026/0012-1924/a000154
  5. American Psychiatric Association. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fifth Edition, Text Revision (DSM-5-TR). Washington DC, 2022.

Fragebogen: Adult ADHD Self-Report Scale (ASRS-v1.1) Symptom Checklist, © 2003 World Health Organization. Deutsche Fassung der WHO, an die Schweizer Rechtschreibung angepasst. Auswertung nach der ungewichteten Summenmethode (0–24, Cut-off ≥ 14); die ursprünglich publizierte gewichtete RiskSLIM-Auswertung wurde von den Autoren zurückgezogen, weil sie die Häufigkeit von ADHS überschätzt.

Häufige Fragen zum ADHS-Test

Kann ein Online-Test eine ADHS-Diagnose stellen?

Nein. Ein Selbsttest ist ein Screening: Er schätzt ab, wie wahrscheinlich es ist, dass eine Abklärung sinnvoll wäre. Eine Diagnose erfordert ein klinisches Interview, die Erhebung der Kindheitsentwicklung, wenn möglich Fremdauskünfte sowie den Ausschluss anderer Ursachen. Das lässt sich mit keinem Fragebogen ersetzen.

Worauf beruht dieser Test?

Auf der Adult ADHD Self-Report Scale der Weltgesundheitsorganisation. Verwendet werden alle 18 Fragen der ASRS v1.1 (Kessler et al., 2005) sowie die beiden zusätzlichen Fragen der neueren, auf DSM-5 geeichten ASRS-5 (Ustun et al., 2017, JAMA Psychiatry). Dazu kommen vier Fragen zu den DSM-5-Kriterien Beginn in der Kindheit und Beeinträchtigung im Alltag.

Wie genau ist die ASRS?

Die ASRS-5 erreichte in der Originalstudie eine Sensitivität von 91,4 Prozent und eine Spezifität von 96,0 Prozent (AUC 0,94). Die validierte deutsche Fassung erreichte in Hausarztpraxen eine Sensitivität von 95,6 Prozent bei einer Spezifität von 72,3 Prozent. Das heisst: Der Test übersieht selten eine ADHS, schlägt aber auch bei Menschen ohne ADHS gelegentlich an.

Warum fragt der Test nach der Kindheit?

Weil ADHS eine Entwicklungsstörung ist. Nach DSM-5 müssen mehrere Symptome bereits vor dem 12. Lebensjahr vorhanden gewesen sein. Ein hoher Symptomwert erst im Erwachsenenalter spricht eher für andere Ursachen – etwa eine Depression, eine Angststörung, chronischen Schlafmangel, eine Erschöpfungsdepression oder die Folgen von Belastungen.

Werden meine Antworten gespeichert oder übertragen?

Nein. Die Auswertung läuft vollständig in Ihrem Browser. Es werden keine Antworten an einen Server gesendet, nicht gespeichert und nicht ausgewertet. Wenn Sie die Seite schliessen, ist das Ergebnis weg.

Mein Ergebnis ist unauffällig, ich vermute aber trotzdem ADHS. Was nun?

Das kommt vor, besonders bei Frauen und bei Menschen mit hoher Intelligenz oder starkem Kompensationsverhalten: Die Symptome werden über Jahre durch Struktur, Überstunden oder Perfektionismus abgefedert und fallen im Fragebogen nicht auf – der Preis dafür ist Erschöpfung. Wenn Ihr Leidensdruck hoch ist, ist eine Abklärung unabhängig vom Testergebnis sinnvoll.

Was kostet der Test?

Nichts. Der Test ist kostenlos, ohne Anmeldung und ohne E-Mail-Adresse nutzbar.

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